„the digital art museum“


    die digitale und analoge welt sind nicht mehr voneinander zu trennen. wir befinden uns in einer übergangszeit, in der wir mit dem stichwort der digitalisierung eigentlich noch nicht umgehen können. wie können wir erfahrung schaffen? das thema digitalisierung ist eine schnittstelle. es geht um den austausch, um das voneinander lernen. wie kann wissenschaft, kunst, wirtschaft und technologie, all das, miteinander verbunden werden? wie können neue ideen entstehen? wir können gar nicht mit dem verstand mithalten, so schnell wie sich die dinge selber, dezentral, ungesteuert, entwickeln. also hat jetzt jede branche, jeder gesellschaftliche bereich, den es vorher gab und den es auch weiter geben wird, ein problem. was bedeutet das jetzt eigentlich für uns? was wäre eine gute nutzung all dieser idee? was wäre eine, die nicht von den kunstwerken wegführt, sondern zu ihnen hin? museen sollen sich als museen für alle begreifen. dieser fehler darf nicht gemacht werden, der masse darf nicht verwiegen werden, was für die eliten immer die pointe an der kunst war: die sinnliche wahrnehmung. es hat also keinen sinn museumspädagogisch zu sagen: das museum für alle, kunstwerke für alle. stellt man einen wikipediaeintrag neben ein caravaggio bild, das wäre es sicher nicht. das wäre keine adequate kunsterfahrung. die große chance der digitalisierung ist die unbegrenzte verfügbarkeit. es ist die zeitlich, wie örtliche, ungebundene nutzbarkeit. und vor allem aggregation von anderen wissensbeständen, die du in deine eigene hineinbringen kannst. verknüpfung von wissen, was dann gemeinsame forschung ermöglicht. es ist zweifelslos so, dass die digitalisierung die kunst aus ihrem elfenbeinturm heraus geholt hat; spätestens seit der Coronapandemie. die digitalen angebote ermöglichen heute fast jedem einen zugang zur kunst. hier hat also eine wahrhaftige demokratisierung des elitären stattgefunden. die digitalisierung leistet also einen beitrag zur vereinigung der gesellschaft und kann so element von hierarchieabbau und inklusion sein.